Archive for Dezember 2015

2. Tag der Fremdsprachenprüfung Berlin-Brandenburg

Posted on Dezember 1, 2015. Filed under: Uncategorized |

Die Länderarbeitsgemeinschaft der Hochschullektor/innen Berlin Brandenburg

(mit freundlicher Unterstützung  des Sprachenzentrums der Humboldt-Universität zu Berlin)

lädt ein zum:

2. Tag der Fremdsprachenprüfung Berlin-Brandenburg

Er findet am Samstag, den 28. Mai im Sprachenzentrum der HU Berlin (Dorotheenstrasse 65) statt.

Thema: Die Bewertung der mündlichen Leistung im Unterricht sowie in Prüfungenweiterlesen

 

8.Tag der Fachsprachen und Philologien 2015 an der TH-Wildau

Die Länderarbeitsgemeinschaft der Hochschullektor*innen Berlin Brandenburg hatte am 7. November zu einem ganztägigen Austausch eingeladen. Der Einladung folgten ca. 25 Sprachdozenten aus Hochschulen und Universitäten, die sich in Ihrer Freizeit mit viel Engagement und auf eigener Initiative weiterbilden.

Anhand von einem Einführungsreferat von Dr. Bärbel Kühn aus Bremen zur Kultur im Fremdsprachenunterricht konnten die Teilnehmer*innen sich auf die Thematik der Tagung „Sprache und Kultur“ einstimmen.

Es wurden hauptsächlich drei Themenfelder analysiert und diskutiert. Das erste Thema betraf unsere Incomings: Es ging darum, wie wir ausländischen Studierenden helfen können, die an deutschen Hochschulen studieren, sich an die deutsche akademische und Alltagskultur zu gewöhnen.

Es folgte ein Impulsreferat zum zweiten Themenfeld, unsere Outgoings:

Frances Kregler vom Sprachenzentrum der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin referierte über einen Vorbereitungskurs, in dem die Studierenden lernen, die kulturellen Unterschiede zu verstehen sowie effektiv in dem Land zu agieren, in dem die Fremdsprache gesprochen wird.

Zum dritten Themenfeld, Fachkultur, gab uns David Bowskill vom Sprachenzentrum der HU Berlin am Beispiel der englischen Rechtssprache einen kurzen Einblick in die Vermittlung der kulturspezifischen akademischen und beruflichen Aspekten eines Faches in einem Fremdsprachenkurs.

Am Nachmittag wurden drei Arbeitsgruppen gebildet, in denen wir anhand von kurzen Beiträgen aus der Best-Practice im Fremdsprachenunterricht die Diskussion vertiefen konnten.

Fotos von Daniela Schultz und Sabine Cayrou, TH Wildau

Incomings

Die AG Incomings widmete sich einerseits den Herausforderungen, vor denen Austauschstudent/innen oder internationale Studierende an unseren Institutionen stehen. Andererseits beleuchteten wir die Perspektive der Lehrenden und fragten, was wir beitragen können, um das Studium der Incomings erfolgreich zu gestalten.

Martin Bradbeer von der TH Wildau gab einen kurzen Überblick über die Situation der internationalen Studierenden an seiner Einrichtung und präsentierte Ergebnisse einer Bachelorarbeit, in deren Zusammenhang Austauschstudierende während ihres Aufenthalts und danach zu ihren Studien- und Lebensbedingungen befragt wurden.

Im Anschluss stellte Ludmila Mamelina (TH Wildau) ein Kurskonzept vor (Developing presentation, team work and academic writing skills in the preparation course for international students based on experiential teaching model.). Innerhalb eines Englisch-Vorbereitungskurses für internationale Studierende lässt sie an deutschen Hochschulen typische Arbeits- und Präsentationsformen üben und regt die Teilnehmer/innen zur Selbstreflexion an.

Es entwickelte sich ein reger Erfahrungs- und Ideenaustausch, der bewies, dass es in unserer alltäglichen Arbeit viele Schnittmengen gibt, die über die Grenzen der Institutionen und Sprach-Fachbereiche hinaus reichen.

2.Outgoings

Im Workshop Outgoing ging es um die Vorbereitung von Studenten, die einen Aufenthalt im Ausland planen. Nach einer Vorstellungsrunde, in der über vorherige Erfahrungen berichtet wurde, haben sich die Teilnehmer zunächst Gedanken darüber gemacht, was ein Outgoing auszeichnet und seine Bedürfnisse dargestellt. Die Umstände, unter denen die Studenten einen Aufenthalt im Ausland in Betracht ziehen, können stark variieren, von Studium oder Praktikum bis zum Au-pair, sowie auch die Motivationen: Wenn manche sich wünschen, ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen, hoffen andere vor allem darauf, ihren Lebenslauf „aufzupolieren“. Selbstentdeckung stellt auch ein Motiv dar, das nicht selten vorkommt. Tatsächlich erschien es den Teilnehmern, dass Selbstkenntnis der Grundstein jeder Vorbereitung sein sollte.

Ein Beitrag von Cornelia Hacke vom Sprachenzentrum der HU Berlin zu Politeness im englischsprachigen Kontext hat den Teilnehmern noch einmal deutlich gemacht, dass Sprache allein nicht ausreicht, damit der Aufenthalt ein Erfolg wird. Da eine ausführliche Vorbereitung in der kurzen Zeit eines Unterrichts nicht möglich erscheint – und vielleicht auch nicht wünschenswert ist, denn der Aufenthalt sollte ja auch neue Erkenntnisse ermöglichen – soll das Ziel der Vorbereitung sein, die Studenten darauf aufmerksam zu machen, inwiefern sie selber von ihrer eigenen Kultur geprägt sind.

Der Dozent soll sie also auf den Weg zu dieser Selbstkenntnis führen und begleiten, als eine Art Vermittler. Die Teilnehmer waren auch der Ansicht, dass solche Vorbereitungskurse einen noch persönlicheren Einsatz der Lehrkraft erfordern, als reguläre Sprachunterrichte es schon tun.

3. Fachkultur

In dieser Gruppe ging es hauptsächlich um Feedbackkultur an der Hochschule sowie unterschiedliche Feedbackformen. Kurz wurde auch auf die Vielfalt der Erfahrungen von Studierenden eingegangen, in Bezug auf Alltags- und Unternehmenskultur in den jeweiligen Ländern während eines Praktikums oder Auslandsaufenthaltes.

Zunächst wurde über unsere Zielgruppe – die auch Generation Z genannt wird -eingegangen, die durch die digitale Umwelt ein kurzes, regelmäßiges, schnelles Feedback bevorzugt.

Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe reflektieren Ihre eigenen Erfahrungen mit der Feedbackkultur an der Hochschule, wobei hier nicht nur die Lehrveranstaltungen und das Feedback der Lehrkraft an die Studierenden unter die Lupe genommen wurden. Feedback als Lernerfolgsfaktor im weitesten Sinne beinhaltet auch die Feedbackkultur von Student zu Student (Peer-Assessment), von Dozent zu Dozent (Teamcoaching, Hospitationen), von den Einrichtungen zu Hochschulmitarbeitern und umgekehrt. Weitere Informationen, sowie Links und Literaturhinweise über Feedback- und Unternehmenskultur sind der PDF Datei zu entnehmen (Feedbackkultur als Lernerfolgsfaktor).

Allen Beteiligten ganz herzlichen Dank für diesen gelungenen Tag!

Über den bereichernden Erfahrungsaustausch hinaus hat diese Begegnung auch zu unserer interkulturellen Horizonterweiterung mit Sicherheit beigetragen!

Sabine Cayrou (TH Wildau)

Andreas Bahr (Europa-Universität Viadrina)

Max Möller (ZES Humboldt-Universität Berlin)

Marianne Viader (Europa-Universität Viadrina)

 

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